Länder

Auf dieser Seite findet ihr ein paar Informationen zu jedem Land, das ich entdecke auf meiner Reise.
Mit dabei sind meine persoenlichen Highlights sowie ein paar Fakten zu Kosten und mein persoenliches Tagesbudget. Dazu muss man wissen, dass ich preiswert, aber nicht billig reise. Ich reise recht langsam, will aber viel sehen, also mal ne Tour, viele Eintritte in Parks oder Museen und habe gerne auch jemanden, der mir die Welt erklaert, sprich einen Guide, der bezahlt werden will. Des weiteren koche ich zwar gerne, bin aber auch auf Reisen, um die Landeskueche intensiv und in allen Facetten auszutesten und zu geniessen. 🙂 Daher wird auch fuer Essen nicht jeder Pfennig zwei mal umgedreht. Man will ja schliesslich was haben vom Leben!!

Mittelamerika

Costa Rica

Aufenthaltsdauer: 123 Tage

Unbedingt anschauen:

  • Osa Halbinsel mit Corcovado Nationalpark – ob nun von Bahia Drake aus schoen mit Boot und Guide oder von Puerto Jiminez als Wanderung (mind. 2 Tage – 1 Uebernachtung im Park) der Ort mit der groessten Artenvielfalt.
  • Turrialba – bin durch meine lange Zeit dort (so um die 2 Monate) vorbelastet, aber hier ist der Tourismus noch am Anfang, die Menschen besonders nett und hauptsaechlich Spanischsprechend und es gibt unglaubliche Natur, insbesondere Wasserfaelle in den Bergen rund um Turrialba. Auch wer auf Raftig steht, findet hier die Ausgangsbasis fuer super Touren, habe ich mir sagen lassen.
  • San Jose – ich moechte hiermit eine Lanze fuer die Hauptstadt Costa Ricas brechen. Viele sagen, bloss schnell raus da – und wenn man kaum Zeit hat, ist dies sicher auch richtig so, da das Land so viel mehr, insbesondere an Natur zu bieten hat. Aber die Stadt selbst kann mit viel Kultur und vor allem kleineren Festivals und Attraktionen aufwarten. In den unzaehlichen Parks der Stadt war eigentlich immer was los, das fing mit den Zentralamerikanischen Spielen an, ging ueber das Kunstfestival Transarte und endete mit individuellen Vorfuehrungen in Parks von Kuenstlergruppen. Es war immer was los und ich habe mich in der Innenstadt zu jeder Tages- und Abendszeit sehr sicher gefuehlt.

Kann man vernachlaessigen: hmmm, bin jetzt nicht der Party- und Beachtyp, daher kann ich auf Party z.B. in Puerto Viejo verzichten, aber die Straende drumrum sind trotzdem traumhaft, sogar fuer mich

Essen: Casado, Casado, Casado – typisches Gericht mit Reis, Fleisch, Bohnen, weitere Beilage (Gemuese, Nudeln oder Kartoffeln), Salat und ein frischer Saft – das ganze ab 2000 Colones =4US$

Preisniveau: Man sagt, Costa Rica sei teuer. Und ja, es ist teurer, als zum Beispiel Nicaragua, aber nicht unbedingt sooo viel teurer, wie oft der Anschein erweckt wird.

  • Nahrung: Mit einem Casado, dass eigentlich in jeder Stadt fuer maximal 5US$ zu bekommen ist, wird man ganz gut satt. Auf Maerkten gibt es gerade Obst sehr guenstig (grosse Ananas 1US$, Kilo Papaya 0,5US$, 4 Kilo Mango fuer 2US$), und auch Gemuese (Kilo Gurken 0,6US$, Tomaten variiert das Kilo zwischen 0,5 und 3 US$ das Kilo) kann man recht preiswert bekommen. Grosses Toastbrot 2US$, Nudeln 250g Packung 0,7US$, Packung Tomatensosse 0,7US$… Da kann man doch nicht meckern. Was hier teuer ist, ist Ausgehen, Party machen, Alkohol. Da kann ich aber keine Preisbeispiele nennen 🙂
  • Unterkunft: von US$5 bis US$14 im Dorm war alles dabei. Wobei 10$ bis 13$ am meisten vertreten war. Einzelzimmer gibts eher so um die 20 bis 25US$, wobei ich auch eines fuer 10 und 14US$ hatte. Meine Ansprueche sind nicht gross, aber es war immer sauber und sicher. Also, man muss nur suchen, dann findet man auch. Abgesehen davon habe ich ja auch einige Zeit bei Freunden gewohnt, was mich gar nix gekostet hat, und fuer einen besseren Einblick ins richtige Leben hier unbedingt zu empfehlen ist!
  • Transport: Oeffentliche Verkehrsmittel sind billig. Fuer halbe Landesdurchquerungen sind weniger als 10US$ faellig, die meisten Strecken zwischen den beliebten Reisezielen liegen bei so 4 bis 6US$. Wers bequemer und vor allem schneller will kann Shuttles nehmen, die sind aber recht teuer, wie ich finde.
  • Aktivitaeten: einige Preisbeispiele: Eintritt in Nationalparks 10$, Rafting ab 75$, Ziplining ab 40$ und Canyoning eher so um die 80$, kommt immer an wo. 2-3h Schnorcheln an der Karibikkueste 20-25$ mit Guide und Boot und Fruechten, Nachtwanderung 2h zum Tiere gucken ca. 25$

Meine Kosten pro Tag: ca. 13 Euro

Fazit: Liegts daran, dass dies mein erstes Land hier in Mittelamerika ist, oder einfach an der unglaublichen Landschaft und Natur, und den freundlichen Menschen, aber Costa Rica, ick liebe dir! Gerade die vielen bunten, riesigen, eigentlich ueberall vorkommenden Tiere wie Voegel, Echsen, Faultiere haben es mir angetan. Von der extrem abwechslungsreichen Landschaft, die sich eigentlich alle 50km vollkommen neu erfindet, will ich gar nicht erst reden. Es war alles dabei, was man braucht. Auch die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit und ich habe das Land als sehr sicher empfunden. Immer und ueberall. Gerade als Einsteigerland fuer Mittel- und Suedamerika kann ich Costa Rica jedem ans Herz legen.

Nicaragua
Aufenthaltsdauer: 28 Tage

Unbedingt anschauen:

  • Isla Ometepe – eine Insel, zwei Vulkane, sehr sehr nette Menschen, viel zu tun und zu sehen. Und die Erholung bleibt auch nicht auf der Strecke.
  • Granada – alte Kolonialstadt mit dem besonderen Flair. Gut zum Ausspannen, die Vulkane der Gegend erkunden und der Sprachunterricht ist hervorragend und preiswert.
  • man sagt, der Norden und Corn Islands – davon konnte ich mich aber nicht selbst ueberzeugen. Beim naechsten Mal dann

Kann man vernachlaessigen: Fuer mich ganz klar San Juan del Sur – Surferstaedtchen, aber nicht mal der Strand ist am Staedtchen dran, man muss dafuer einen Shuttle nehmen… Aber viele (Surfer- und Partytypen) moegen es…

Essen: Heraus stechen die Nicaraguanischen Spezialitaeten Nacatamales und Bajo – eher Steetfood, aber sehr sehr lecker

Preisniveau: Da alle immer sagen, es sei sooo billig, habe ich mal genauer hingeschaut und mit Costa Rica verglichen. Naja, also sooo viel billiger ist es dann auch nicht. Es ist klar billiger als Costa Rica, aber jetzt nicht sooo viel, wie einem jeder weissmachen will. Man muss eben immer schauen, was man wo und wie kauft und macht.

  • Nahrung: Obst und Gemuese lassen sich auf Maerkten sehr guenstig bekommen, wobei das Preisniveau mit dem in Costa Rica zu vergleichen ist, ebenso Streetfood z.B. Hotdog 1US$, Bajo (grosse Portion 2US$, ein Casado (hier Casero genannt) kostet dann schon 3US$, ohne Getraenk, so dass man hier auch wieder bei den 4US$ von Costa Rica anlangt. Die von mir gekauften Nahrungsmittel im Supermarkt waren teilweise bis zu 40% (meine Haferflocken…) guenstiger als Costa Rica – also hier kann man richtig sparen. Sehr guenstig gibt es Rum (Nationalmarke ueber die Landesgrenzen hinaus als bester Rum bekannt – sogar in Cuba: Flor de Cana) im Supermarkt. Ich vergass aber den Preis.
  • Unterkunft: Dormbett zwischen 5 und 9US$. Wobei ich mir manche der 5US$ Dorms nicht haette antun wollen. Es gibt eben sehr viele, die wirklich billig suchen und kriegen. Ein Einzelzimmer in San Carlos hat mich nur 8US$ gekostet. In Granada zahlte man da auch schon ab 15US$.
  • Transport: Oeffentliche Busse sind saubillig. Selten mehr als 1US$ fuer eine mittellange Strecke bezahlt.
  • Aktivitaeten: Inseltour rund um Granada 18$, Guide fuer Vulkanbesteigung auf Ometepe 20US$ (allerdings fuer mich alleine), Nachttour zum Vulkan zum Lavagucken 35US$. Nationalparks kosten hier nicht ganz so viel Eintritt, wie in Nicaragua. Hab aber keine genauen Zahlen im Kopf.

Meine Kosten pro Tag: ca. 18Euro – da ist aber auch 1 Woche Sprachschule mit drin und mein Weiterreiseticket nach Panama, das ich an der Grenze nach Costa Rica kaufen und vorweisen musste…

Fazit: Ein Land, in dem die Menschen noch etwas freundlicher sind, als in Costa Rica. Das aber durch seine juengere Geschichte noch sehr mit dem Aufbau beschaeftigt ist. Die Landschaft ist bemerkenswert, insbesondere die Vulkane, die eigentlich an jeder Ecke rumstehen und erobert werden wollen sowie der riesige Lake Nicaragua, der sich wie ein Meer benimmt. Mein Eindruck war jedoch, dass gerade die Natur stark zu leiden hatte, und insbesondere Tierwelt nicht in dem Masse vorkommt, wie in Costa Rica und hier noch einiges in Richtung Naturschutz und Bildung der Bevoelkerung (Nein, man wirft keine Plastikflaschen einfach aus dem Bus waehrend der Fahrt…) zum besseren Schutz getan werden muss. Aber das wird sicher. Praedikat: Empfehlenswert!

Panama – nur Panama Stadt und San Blas

Aufenthaltsdauer: 11 Tage (nur Panama Stadt), 15 Tage (mit San Blas und Ueberfahrt nach Cartagena, Kolumbien)

Unbedingt anschauen:

  • San Blas – ein Inselarchipel in der Karibik, unglaublich klares Wasser mit unglaublicher Unterwasserwelt.
    Panama Viejo – die ganz ganz alte Stadt, nur noch die Ruinen stehen, aber der Ort laedt zum Verweilen ein und bietet etwas Ruhe im Grossstadtchaos
  • Fischmarkt – unbedingt die frischen Ceviches probieren, von Corvina ueber Oktopus hin zu Shrimps und Lobster, fuern Appel undn Ei

Kann man vernachlaessigen: nein, alles was ich sah, war auch gut.

Essen: Ceviche, Ceviche, Ceviche… roher Fisch oder eben Oktopus, Shrimps, Lobster in einer Sauce aus Zwiebeln und Limetten… sooo lecker

Preisniveau: nicht billig, aber man kann recht preiswert leben. Auswaerts essen ist etwas teurer, gerade wenn man in Restaurants geht, Eintrittspreise sind auch nicht ohne, aber dafuer ist der oeffentliche Nahverkehr gut ausgebaut und billig. Ach ja, und wegen Steuerparadies und so sind Klamotten unglaublich guenstig… auch die lokal hergestellten.

  • Nahrung: Ich war eher nicht so haeufig essen, weil ich einfach Bock auf Kochen hatte. Ein Mittag- oder Abendessen haette auch mit 3-5$ zu buche geschlagen. Eine kleine Portion Ceviche kostete zwischen 1,25$ (Fisch) und 2,50$ (Shrimps).,Auch die Preise im Supermarkt liessen an zu Hause erinnern. Gerade Obst und Gemuese waren dort richtig teuer, z.B. 1 grosse Ananas 3$, Kilo Tomaten 3$, Nudeln 0,90$. Auf dem Markt kostete das Kilo Tomaten nur noch 1$, und 3 kleine, gut suesse Ananas gabs fuer 1$. Frischer Saft kostete meist zwischen 1,50 – 2,00$.
  • Unterkunft: Dormbett in Panama Stadt gabs so zwischen 12 und 15$. Ich hab ein paar lokale Hotels gesehen, die einem fuer diesen Preis auch ein Einzelzimmer angeboten haetten, aber dann ohne Kueche und die netten anderen Reisenden. Ueber den Rest des Landes kann ich nun leider keine Auskunft erteilen.
  • Transport: Bin ja nur innerhalb Panama Stadt rumgefahren und da kostete jede Strecke, die wegen Entfernungen und Stau gerne mal ne Stunde dauert 0,25$. Dazu muss man sich ne Chipkarte kaufen, die einmalig 2 oder 3$ kostet, vergass den genauen Preis. Lohnt aber, da man wirklich fast ueberall mit den Bussen hinkommt. Zum Miraflores Aussichtspunkt auf den Panamakanal kostete es 0,60$.
  • Aktivitaeten: Miraflores Aussichtsplattform 8$, nur 5$ ohne Museumsbesuch, Eintritt Nationalpark 4$, Tagestouren z.B. zu den Fledermaushoehlen 65$, zu den Embera- Indigenen 130, 3 Tagestour nach San Blas waren glaub ich 230$, und mit dem Boot nach Cartagena war zum fast Einheitspreis von 550$ zu bekommen, inkl. 3 Tage San Blas

Meine Kosten pro Tag:
ohne San Blas: 30$
mit San Blas und Ueberfahrt: 57$

Fazit: Ein Land, das etwas mehr Beachtung meinerseits verdient haette. Es hat von Bergen ueber Urwald bis hin zu Straenden und Grossstadt sowie Kultur der Ureinwohner viel zu bieten. Auch die Menschen sind sehr nett. Alles ist etwas amerikanisierter, als man das von Zentralamerika erwartet. Und man kann sehr sehr guenstig Klamotten shoppen.
Praedikat: Empfehlenswert

Suedamerika

Kolumbien

Aufenthaltsdauer: 64 Tage

Unbedingt anschauen:

  • El Valle/ Pazifikküste – ein Kolumbien ganz anderer Art, geprägt von den Nachfahren der afrikanischen Sklaven, arm aber unglaublich vielfaeltig. Neben diesen aufgeschlossenen, freundlichen Menschen ist hier die Natur auch noch sehr unberuehrt: Wale, Merresschildkroeten, alles direkt vor der Haustür. Und Mangrovenkrebs frisch zubereitet – ein Traum…
  • Tierradentro – die kleine Schwester vom bekannteren San Agustin hat fuer mich die bis zu 3000 Jahre alte Kultur der indigenen Bevölkerung, dargezeigt anhand von Grabkammern und Steinfiguren, den größeren Charme. Einfach weil unentdeckter, mehr in der Natur gelegen und durch die eigentlichen, faszinierenden Grabkammern und Erzählungen der Wächter, selbst oft Indigene, viel anschaulicher.
  • Medellin – der wohl sichtbarste Beweis, wie sehr sich Kolumbien geändert hat. Hierzu unbedingt empfehlenswert die Free City Tour Medellin (www.realcitytours.com) von Pablo besuchen. Neben einem guten Überblick über die Geschichte der letzten 500Jahre bekommt man sehr anschaulich insbesondere die Entwicklungen der letzten 20 Jahre aufgezeigt, sowie wo der Drogenkrieg aktuell steht. Für mich tief beeindruckend.

Kann man vernachlaessigen: hmmm, schwierig, von den wenigen Dingen, die ich in dem riesigen Land gemacht habe, am ehesten vielleicht noch Bogota, schmutzig, laut, kalt…. aber ich habe inzwischen so viele gute Freunde dort, ich will noch mal hin 🙂

Essen: die Fruechte und Fruchtsaefte, soo viel, soo frisch, soo lecker. Mein Favorit Lulo. Gibts nicht in Deutschland, ist aber einfach der Oberhammer und ich werds stark vermissen. Und dann die frisch zubereiteten Meerestiere… sehr sehr lecker. Ansonsten eben Reis mit Bohnen und Fleisch, eher wenig gewürzt…

Preisniveau: Nicht so billig, wie man es erwarten würde von einem Land, das sich gerade erst dem Tourismus öffnet. Im Norden teurer als im Süden, sowohl Essen als auch Unterkunft, im Transport genau andersrum. Aber voll entwickelt, es gibt alles was man braucht in vielfältiger Auswahl. Ach ja, und wer shoppen will, in und um Medellin liegt die groesste Textilerzeugung Suedamerikas. Fast alles, was man in den Shops sieht, ist Made in Medellin, sehr gute Qualität und sehr günstig. Die Jeans, die man in Haenden haelt, könnte auch für Levi’s hergestellt worden sein und dann doch nur mit anderem Schildchen versehen und zum lokalen Verkauf bestimmt.

  • Nahrung: Günstig. Ein Mittagsgericht mit Suppe, Hauptgang und Saft liegt zwischen 1,50$ und 4$. Je nach Ort. Saefte gibts super lecker und fast Frucht pur ab 1$. Kaffee ab 0,10$ bis 0,50$, Obst und Gemuese sehr guenstig, 1kg Tomaten 0,80$, Möhren und Gurken noch billiger.
  • Unterkunft: Dormbett zwischen 7 und 13$, ziemlich gleichverteilt. Teurer im Norden und grossen Staedten, guenstiger im Sueden und kleineren Orten. In ganz kleinen Orten gabs dafür auch ein Einzelzimmer. In einigen Hostels kann man statt Dormbed auch Haengematte nehmen, die war dann bei 7, wobei das Dorm dann zwischen 10 und 13$ lag. Und es gab auch Hostels mit Zeltmöglichkeit, so um die 5$.
  • Transport: Einer der groesseren Kostenbloecke. Man zahlt ca. 5-6$ pro Stunde, und man fährt viele Stunden, um von A nach B zu kommen. Dafür sind die Busse und Vans 1A Qualität, nur etwas langsamer dürften sie durch die vielen Kurven fahren. Im Süddn sind dann eher Jeeps auf den Andenstrassen unterwegs, was vollkommen Sinn macht.
  • Aktivitaeten: Nicht ohne… Verlorene Stadt ca. 260$ (600000Pesos) für 4 bis 6 Tage, Ausritt mit Guide zwischen 5 und 10$ pro Stunde, Walbeobachtungstour inkl. Schnorcheln 35$, Nationalparks kosten immer so um die 20$ Eintritt pro Tag, Parks mit Kulturgütern nur 10$. Ganz schön happig.

Meine Kosten pro Tag: ca. 26Euro – Inkl. Flug in die Pazifikregion, Tour zur Verlorenen Stadt, Nationalparkeintritten etc.

Fazit: Ein dickes Wow. Ein riesiges Land, in dem fuer jeden etwas zu finden ist. Und eine unschlagbare Freundlichkeit der Menschen, die einem wirklich überall entgegenströmt. Ein Land, das den Tourismus gerade erst aufbaut, so dass noch genügend Ursprünglichkeit vorzufinden ist, in dem aber schon ausreichend Infrastruktur aufgebaut ist, um nicht ganz Indianer Jones spielen zu müssen. Spanisch zu sprechen hilft allerdings, da auch häufig Guides kein englisch können und darauf vertrauen, dass einer in der Gruppe schon übersetzen kann. Die heute noch häufig anzutreffenden Vorurteile über hohe Kriminalität und Unsicherheit kann man sicher nicht zu 100% von der Hand weisen, aber es ist nicht schlimmer oder besser als in anderen Lateinamerikanischen Ländern.
Praedikat: Äußerst empfehlenswert

Ecuador

Aufenthaltsdauer: 50 Tage (nur beim ersten mal, die weiteren 3 Wochen etwa 11 Monate spaeter hab ich hier mal unterschlagen), davon 21 Tage Galapagos

Unbedingt anschauen:

  • Galapagos – was soll man sagen, das Paradies. Und wirklich, auch mit nicht ganz so grossem Budget machbar
  • Cuyabeno (Amazonasgebiet) – Wahnsinnig spannende Tierwelt, unglaubliche Entspannung und Ruhe, was anderes eben
  • Quilotoa Lagune und Umgebung – allein der Weg dorthin verspricht atemberaubende Landschaften. Und die Lagune selbst aendert den Tag ueber ihre Farben und hat was maerchenhaftes. Unbedingt mehr Zeit einplanen und die anderen Dörfer auf der Quilotoa-Runde auch besuchen und mit leichtem Gepaeck betrekken.

Kann man vernachlaessigen: bisher gibts da nix, und auch bis zum Ende gabs nix zu meckern

Essen: Hier stechen eindeutig die Suppen, die es zu jedem Mittags- und Abendgericht gibt, heraus. Aber was soll ich sagen, ich liebe Suppen. Hier auch oft vegetarisch und mit Kaese… sehr lecker. Bei den Hauptgerichten der frische Fisch… Und die Fruchtsaefte… Und dann gibts da noch die Spezialitaeten: Guatita (Kuhmagenkleingeschnippeltes in einer Erdnusssauce), Hornado mit Tostadas (sowas wie Spanferkel mit Kartoffelkloessen), und Meerschweinchen 🙂 alles sehr lecker, auch wenn man sich erst mal daran gewoehnen muss, dass alle Tiere im Ganzen vor einem aufgebahrt sind

Ab hier trenne ich mal zwischen Kontinental-Ecuador (E) und Galapagos (G), damit ihr einen besseren Eindruck bekommt
Preisniveau:
E: Ecuador Festland ist ein recht guenstiges Reiseland. Man kann fuer wenig Geld leben und erleben. Nur wer Elektronik braucht ist etwas aufgeschmissen. Neben geringer Auswahl (keine Billigmarken) ist der Preis auch mal eben teurer als daheim. Daher besser alles was man braucht woanders besorgen oder mitbringen. Auch Pakete nach Hause schicken – was zur Weihnachtszeit ja schon sein muss – ist kein ganz guenstiges Unterfangen. Fuer 1kg gehen da schnell 37,25$ Dollar weg (mehr als im Paket an Wert drin ist…), das ist aber dann mit elektronischer Nachverfolgung. Billiger gehts ohne, aber davon wird abgeraten.

G: Kann man in allen Preisklassen haben, ist aber nun wirklich nicht sooo teuer, wie alle denken. Gerade wenn man schon mal da ist und nur noch das letzte Stückchen Flug braucht und dann auch noch Glueck hat, dass LAN einen Discount gerade zum Zeitpunkt der Buchung anbietet, kommt man von und nach Quito für 230€, Gabelflug Quito-Galapagos-Guayaquil gibts für nur 12€ mehr. Auch auf den Inseln gibts enorme Unterschiede. Wer die Yachttour um die Inseln zu Hause bucht, zahlt ordentlich, die gleiche Tour last minute kostet dann „nur“ noch 70-50% des Preises, was bei 5 Tagen Bootstrip je nach Bootstyp auch noch 700 bis 1500$ sind. Oder man verzichtet aufs Boot, bleibt an Land und gönnt sich Tagesausflüge, mal mit Boot, mal Jeep, dann kann man seine Kosten erheblich senken bei hoher Qualität von Unterkunft, Essen und Tourenanbietern.

  • Nahrung:
    E: Das Essen ist so billig, da braucht man nicht anfangen fuer zu kochen. Volles Mittags- oder Abendgericht (Suppe, Hauptgericht mit Reis, Salat oder Bohnen und Fleisch oder Fisch, Saft) gibt es ab 1,50$. Selten über 3, ausser in sehr touristischen Gebieten. Auch die Spezialitaeten kosten selten mehr als 3-4$. Meerschweinchen ist etwas teurer. Das ganze gibts je nach Region ab 10$.
    G: nicht ganz so billig wie das Festland, aber mit 3$ (Santa Cruz) bis 5$ (Isabella) ist man bei Mittags- und Abendmenu dabei. Was es eher wenig gibt, sind frische Fruechte, die wegen der Gefahr der unbedachten Verbreitung kaum auf die Inseln kommen. Aber es waechst auch einiges dort, wie Guaven (die wird man nicht mehr los, obwohl sie dort gar nicht hingehoeren) oder Orangen.

  • Unterkunft:
    E: Schon für 7$ gibts super Dorms. Fuer ein luxurioeses Einzelzimmer zahlt man zwischen 10 und 15$. Man kann hier also gut und guenstig wohnen.
    G: Nun, das fragen sich bestimmt viele. Und es ist viel billiger als gedacht. Ein Einzelzimmer (Dorms hab ich nicht gefunden) gibts ab 10$, für 15$ lebt man (ich) bereits im Luxus und bei 20$ bleiben keine Wünsche offen. Santa Cruz ist ca 5$ teurer, aber somit immer noch machbar und auf Isabella gibts das meiste fürs Geld. Für 15$ hatte ich ein riesen Zimmer, Balkon mit Meerblick, Wifi, heisses Wasser und sogar Klimaanlage. Da kann man nun wirklich nicht meckern.
  • Transport:
    E: Oeffentliche Busse sind saubillig. Selten mehr als 1US$ pro Stunde Fahrt. Und so lang sind die Strecken nicht. Auch Taxis kosten fast nichts, wenn man die Strecken bedenkt. Aber bei denen muss man aufpassen, die wollen einen gerne übers Ohr hauen, insbesondere in Quito. Daher lieber ÖPNV, da ist man mit 0,25$ dabei.
    G: Taxi auf den Inseln: pro Strecke pro Person 1$ in der Stadt. Wassertaxi vom Pier zu den Boten 0,50-1,00$. Oder der Interinsuläre Speedbootsverkehr: 25-30$ pro Fahrt. Und so ne Fahrt dauert gut 2Stunden und hat Tourcharacter, insbesondere wenn die Delfine am Boot vorbeispringen 🙂 Ach ja, Busse gibts auch, die zur naechsten Ortschaft fahren (habe ich nicht genommen, aber nicht mehr als 1$) und die Faehre zum Flughafen auf Baltra (0,80$)
  • Aktivitaeten:
    E: Ganztagstouren zwischen 30 und 45$, je nachdem, wie weit weg das Ziel ist. 4 Tage Amazonasgebiet all inclusive 230€, geht bestimmt etwas günstiger, aber sooo gut?
    G: Halbtagestouren auf dem Festland oder in der Gegend mit dem Boot 25-35$, Ganztagstouren zum Schnorcheln 70-80$, Wetsuit und Maske/Schnorchel inkludiert, Ganztagstouren zu den unbewohnten Inseln oder unbewohnten, geschuetzten Bereichen 130-150$ je nach Insel, Schnorchelausruestung pro Tag 5$, Wetsuit auch noch mal 5$, Fahrradausleihe 15$ pro Tag auf San Christobal, 4$ pro Stunde auf Santa Cruz, 1,50$ pro Stunde auf Isabella. Taxitouren zu den verschiedenen Sehenswuerdigkeiten sehr unterschiedlich: Isabella 10$ pro Stunde, Santa Cruz 30-35$ bei ca. 3h, San Christobal 60$ bei auch nur ca. 2-3h.
  • Meine Kosten pro Tag:
    E (ohne Galapagos): ca. 27 Euro (und ich habe eher „teuer“ dafuer um so besser gewohnt und viele Touren gemacht)
    G: ca. 52Euro (inkl Flug und Souvenirs :-))

    Fazit: Was soll ich sagen. Da muss ich wieder hin. So viele nette Menschen getroffen, die ich jetzt meine Freunde nennen darf, so viel unglaubliche Natur und Kultur gesehen, und so viel noch ausgelassen. Gerade Ecuador ist auf meiner Reise das erste Land mit so viel Indigener Kultur, die überall sichtbar ist, da die verschiedenen Völker hier ihre Traditionen noch leben und ihre Trachten auch im taeglichen Leben tragen. Einfach spannend.
    Praedikat: Äußerst empfehlenswert, wieder mal

    Brasilien

    Aufenthaltsdauer: 35 Tage

    Unbedingt anschauen:

    • Rio de Janeiro – sicher ein Klassiker, aber nicht ohne Grund. Natur, Kultur, Kunst, Geschichte, Architektur… Ich denke, mehr muss dazu nicht gesagt werden.
    • Ilha Grande – relativ nah an Rio, aber eine andere Welt. Die kleine Insel hat viele Wanderwege, grandiose Straende und sogar einen Berg kann man erklimmen. Nur zu Silvester wirds etwas teuer, aber immer noch besser als Rio.
    • Curitiba – eine recht unbedeutende Stadt, im Vergleich. Aber ungemein entspannt, man trifft viele nette Leute, die Gegend aussenrum ist sehr gut zu erkunden, und man sieht mal ein Brasilien ausserhalb der grossen Touristenzentren. Und da es in den Bergen liegt, gibts endlich mal keinen Strand und das Klima ist auch sehr angenehm.

    Kann man vernachlaessigen: Paraty war jetzt nicht so mein Highlight. Ja, hat ne schoene Altstadt, aber die Straende locken mich jetzt nicht hinterm Ofen hervor. Und gerade in der Hauptreisezeit der Brasilianer und Argentinier im Januar ist es einfach zu sehr ueberlaufen. Kein Spass so.

    Essen: Reis mit Bohnen, Reis mit Bohnen, Reis mit Bohnen. Und dann gibt es da noch die Kilo-Restaurants. Leckere Buffetrestaurants in denen man sich den Teller so voll macht mit was immer man will und dann nach Kilopreis bezahlt. So kann man gut recht guenstig essen, und vor allem essen, wonach einem gerade ist.

    Preisniveau: Naja, also Brasilien ist definitiv nicht das billigste Land. Und das gilt fuer alle Kategorien. Nur faul am Strand liegen kost nix. Aber das kann man ja nicht ewig machen, also ich nich.

    • Nahrung: Essen gehen kostet. Ein fertiges Menu zum Mittag – Prato Feito – gibts mit viel gesuche ab 3Dollar, sonst eher 6-8DOllar, insbesondere in Rio. Aber davon wird man gut satt. Die Kilopreise im Kilorestaurant sind auch sehr unterschiedlich. Am guenstigsten wars in Curitiba mit ca. 2Dollar pro 100gr. Aber ich – und ich esse relativ viel – brauch schon so 400-500gr um gut satt zu sein fuer den Rest des Tages.
    • Unterkunft: Naja, auch ganz und gar nicht billig. Gerade die Preise zu Sylvester steigen ins unermessliche. Ansonsten zahlt man zwischen 9 und 12 Dollar im Dorm
    • Transport: Oeffentliche Verkehrsmittel sind
    • Aktivitaeten: einige Preisbeispiele:

    Meine Kosten pro Tag: ca. 31US$

    Fazit: Ein vielfaeltiges Land, aber mit fuer mich einfach viel zu vielen Straenden. Ausserdem bin ich etwas negativ eingestellt, da mein portugiesisch nicht so dolle ist und man damit natuerlich viel weniger Kontakt zu Einheimischen hat, alsi ich es aus dem Rest des Kontinents gewohnt war. Aber es ist ein einfaches Reiseland, es hat einiges zu bieten und die Infrastruktur ist hervorragend. Praedikat: Wenn man auf Straende steht unbeding besuchen

    Argentinien
    Aufenthaltsdauer: 67 Tage

    Unbedingt anschauen:

    • Iguazu Wasserfaelle – ein Naturschauspiel ohne gleichen. Unglaubliche Wassermassen stuerzen sich ueber lange Strecken verteilt auf unterschiedliche Arten in die

      Tiefe. Sehr faszinierend.

    • El Chalten – das, was man gemeinhin unter Patagonien versteht. Mit dem Parque Nacional de los Glaciares direkt dran ein Wanderparadies wie es im Buche steht, nicht zu hohe Infrastruktur, also keine Huetten, dafuer relativ viele Zeltplaetze, gut ausgebautes Wanderwegenetz, nicht immer optimal beschriftet, aber ueber flache Strecken, Bergbesteigungen, Gletscherueberquerungen und Flussdurchquerungen ist alles dabei. Das naechste Mal dann aber vor dem Herbsteinbruch mit Regen und Schnee. Und der Gletscher Perito Moreno in El Calafate ist auch nicht weit.
    • Buenos Aires ist eine faszinierende Grossstadt mit viel Kultur.

    Kann man vernachlaessigen: Hmm, schwierig. Also rein vom Muss-man-gesehen-haben-Wert ist die Strecke ab Puerto Madryn runter bis kurz vor Ushuaia jetzt nicht so anspruchsvoll. 2000km Steppe. Schon morgens sieht man, wo man abends hinwill. Die Staedte sind praktisch, klein. Der Wind ist ein ewiger Begleiter. Aber ich habe genau dort die herzlichsten Menschen meiner Reise kennengelernt, einige von ihnen immer noch gute Freunde.

    Essen: Natuerlich Rindersteaks. Und Empanadas mit einer Fuellung aus Hackepeter und Zwiebeln – im gleichen Anteil. Und als Fruehstueck lecker Hoernchen (Medialunas). Ansonsten gibts relativ viel Pizza, Sandwich, Nudeln,… und Gewuerze werden leider auch nicht im Ueberschwang benutzt… also hier wieder viel selbst gekocht. Da kann ich allerdings die Chorizo – so ne Art Bratwurst – sehr empfehlen. Preiswert und lecker.

    Preisniveau: durch den Blue Dollar Kurs nicht ganz so teuer. Jetzt auch nicht super guenstig, aber im guten Mittel fuer Suedamerika. Mit etwas Suchen findet man gutes und guenstiges Essen und auch Unterkuenfte. Busfahren ist natuerlich teuer, aber man faehrt ja auch ne ganze Weile.

    • Nahrung: Naja, nicht guenstig. Fuer ein Mahl aus Fleisch zahlt man im Mittagsmenue gut und gerne 10 Dollar. Genauso fuer Pizza und Pasta. Da ist selber kochen die bessere Variante. Ein schoenes Rindersteak gibts fuer 2 Dollar. Die lecker Chorizowurst gibts schon ab 60 cent. Auf dem Markt gibts Obst und Gemuese recht guenstig. Auch die Eigenmarken der Supermaerkte sind gut. Da laesst sich viel sparen. Fuer ein schoenes Fruehstueck aus Kaffee, Halbmond-Crossoints und etwas Saft gibt man auch schon 2 Dollar aus.
    • Unterkunft: Dormbett zwischen 6 und 10 Dollar. In Ushuaia fings bei 14 Dollar an. Zeltplaetze kosteten sehr sehr unterschiedlich. Einige wenige staedtische kosteten nix. Sonst zahlte man eher auch so 5 bis 8 Dollar fuer das Zelt mit einer Person. Duschen kam gerne extra, 1 bis 2 Dollar. Also kein wirklich guenstiges Vergnuegen. Aber richtig teuer wars dann nur in den Orten, wo es kaum Hostels gab. So dass man gerne zeltete. Und ansonsten kann ich Couchsurfing fuer Argentinien nur empfehlen. Habe viele gute Freunde dadurch gefunden und natuerlich einen ganz besonderen Eindruck von Land und Leuten bekommen.
    • Transport: Busse Busse Busse. Die Strecken sind gewaltig, so dass man auch viel Bus faehrt. Fuer 20 Stunden zahlte man etwa 50 Dollar. Im Sueden wurde es etwa teurer. Und auch hier kann man manchmal etwas verhandeln. Aber man muss auch sagen, dass man beim Busfahren wirklich was fuer sein Geld bekommt. Neben den obligatorischen Filmen (nicht immer so positiv zu sehen, weil viel zu laut) gabs gerade auf den langen Strecken auch was zu Essen. In Patagonien wurde mir das Trampen sehr ans Herz gelegt, und siehe da, es hat funktioniert. Kost nix und man lernt unglaublich faszinierende Menschen kennen. Innerstaedtisch kann man in den meisten Staedten laufen oder fuer kleines Geld Metro oder Busse nehmen, die eigentlich immer gut funktionieren. Kostet dann zwischen 20 und 60 cent eine Fahrt. In Buenos Aires ist man bei den Bussen besser dran, wenn man sich eine aufladbare Karte kauft. Da spart man wirklich erheblich. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass die Busse nur das wirklich nie vorhandene Kleingeld akzeptieren.
    • Aktivitaeten: ich habe recht wenige organisierte Touren unternommen. Einzig und allein rund um Salta habe ich an einer Tagestour teilgenommen. Der Preis lag um die 40 Dollar. Nicht billig, aber das Gesamtpaket stimmte. Auch hier gilt: verhandeln und nicht gleich das erste Angebot akzeptieren.

    Meine Kosten pro Tag: ca. 18 US (das liegt daran, dass ich viel Couch gesurft und gezeltet habe, und einen sehr guten Umtauschkurs bekommen habe (zw. 11,5 und 12,2 Pesos pro Dollar), und sehr viel selbst gekocht)

    Fazit: Praedikat: Sehr Empfehlenswert, gerade fuer Wanderer! Das Land hat alles, was das Herz begehrt. Aber es ist gross, so dass ein klassischer drei Wochen Urlaub nicht ausreicht, um nur annaehernd etwas von der Vielfalt mitzubekommen, ausser man ist staendig unterwegs.

    Chile
    Aufenthaltsdauer: 77 Tage

    Unbedingt anschauen:

    • Torres del Paine – ja es ist DER Nationalpark, aber dafuer gibts einen Grund. Die Landschaften, die man in kurzer Zeit relativ einfach erwandern kann, sind Atemberaubend, und das bei relativ guter Infrastruktur. Aber billig ist der Spass nicht.
    • Kolonie der Koenigspinguine auf Feuerland – wer sich fuer Tiere interessiert und nicht in die Antarktis oder nach South Georgia oder Falkland/Las Malvinas fahren will (oder kann), hier ist die einzigste Moeglichkeit diesen fast 1 Meter grossen Pinguinen sehr nah zu kommen. Fuer mich eines der beeindruckendsten Momente ueberhaupt. Die Touren gibts im Sommer von Punta Arena aus. Ansonsten gehts nur mit eigenem, gelaendetauglichen Auto.
    • Chiloe – Eine Insel suedlich von Puerto Montt. Unglaublich gutes und guenstiges Seafood – also wirklich alles, was das Herz begehrt in frisch oder schon koestlichst verarbeitet. Zwei Nationalparks mit tollen Wandermoeglichkeiten sowie viele kleine suesse Staedtchen. Und allein die Anfahrt von bzw. Weiterfahrt nach Coyhaique aus dem Sueden durch die wunderschoene Fjordlandschaft ist ein Erlebnis wert.
    • Puerto Varas – eine der vielen kleinen Staedte im Seengebiet. Hier habe ich mich sehr wohl gefuehlt. Vielleicht auch, weil ich wieder mal eine Unterkunft mit Familienanschluss hatte. Aber auch so kann man viele Ausfluege in die Gegend machen. Und das allerbeste ist, es gibt diverse deutsche Leckereien von deutschen Marken in den Supermaerkten.

    Kann man vernachlaessigen: Valdivia hatte meines Erachtens als Stadt nicht so viel zu bieten. Aber das mag am Wetter gelegen haben. Es regnete schliesslich. Es gibt viele nettere und kleinere Staedtchen im Seengebiet, die einfach mehr Charme haben.

    Essen: Seafood. Was sonst. Da kann Chile richtig was. Hier zu erwaehnen sind die Meeresfruechtesuppen, die Empanadas mit Muscheln sowie Curanto, eine Spezialitaet der Insel Chiloe, bei der diverse Muschelarten, ein Wuerstchen, etwas Huhn, Schwein und Rind in einer super leckeren Sosse im Topf original in der Erde gebacken werden (macht man der Einfachheit heutzutage eher im Ofen) und dazu gibt es so etwas wie einen etwas dickeren Kartoffelpuffer. Da werden zwei von satt. Und in Santiago findet man Spezialitaeten aus vielen Laendern der Welt. Hier sei das jederzeit und ueberall erhaeltliche Sushi sowie die Auswahl an guten koreanischen Restaurants zu erwaehnen. Ansonsten ist die Spezialitaet in Chile natuerlich auch die Empanada, im Backofen gebacken, nur echt mit Fleisch, Zwiebel, Ei und Olive drin. Immer und ueberall erhaeltlich auch Sopaipilla (fritierter Teigfladen), das als guter Snack zwischen allen Mahlzeiten gut und guenstig angeboten wird. Generell kann man sagen, dass es aehnlich wie in Argentinien viel Zeugs aus Teig gibt: Pizza, Sandwiches, Pasta, Empanada, Suesskrams aus Baeckereien… Also kulinarisch insgesamt kein Highlight, aber mit einigen Schmankerln kann es sehr wohl aufwarten.

    Preisniveau: Nicht guenstig. Alles ist relativ teuer. Man kann sparen durch trampen, zelten, selber kochen. Aber auch dann ist das Leben nicht wirklich billig.

    • Nahrung: Der grosse Block zum Sparen lag eindeutig im selber kochen. Hier dann unbedingt nach lokalen Spezialitaeten schauen. Auf Chiloe gibts nen fettes Stueck frischen Lachs fuer 3 Dollar. Aber wenn man schon essen geht, sollte man sich die Mittagsmenues nicht entgehen lassen. Mit Suppe und manchmal auch Saft dabei und mit 5 bis 12 Dollar das guenstigste, was man so findet. Als klassisches Strassenfood sind die leckeren Empanadas – 1,50-3,00 Dollar, sowie Sopaipillas, ein fritierter Teigfladen, den man sich mit den immer erhaeltlichen Sossen und Tunken gut beladen kann, zu erwaehnen. Letzteren gibts schon fuer unter einem halben Dollar.
    • Unterkunft: In Chile habe ich, wenn ich nicht bei Freunden naechtigen konnte, recht haeufig in kleinen privaten Gasthaeusern genaechtigt. Die Dorms in den eher international ausgerichteten Hostels kosteten oftmals genausoviel wie ein Einzelzimmer oder sogar mehr, zumindest ausserhalb von Touristencentren. Fuer 12-18 Dollar konnte ich in diesen Orten wunderbar allein im Zimmer uebernachten (statt der 20 Dollar fuer ein Dormbett – unverschaemt teuer, oder?) und war meist nur mit weiteren Chilenen in der Unterkunft. Wenn man Reisebegleiter hat, wirds guenstiger, denn das Doppelzimmer mit zwei Betten gabs oft fuer 25 Dollar. Und wenn man lieb fragte, durfte man in diesen Gasthaeusern sogar die Kueche mitbenutzen. Man muss oft etwas suchen, aber man fand. Das guenstigste Dorm in Santiago kostete auch schon 11 Dollar. Sonst zahlte ich zwischen 9 und 16 Dollar im Dorm.
    • Transport: Auch nicht ganz billig. Punta Arena nach Puerto Natales, keine 3 Stunden Fahrt, kosten lockere 20 Dollar. Nach Valparaiso von Santiago aus, auch nur 2 Stunden, sinds dagegen nur 6 Dollar. Also die Preisspreizung ist relativ hoch. Man kann und muss etwas verhandeln und gezielt nach den guenstigen, aber eben auch nicht so guten Buslinien suchen.
    • Aktivitaeten: Touren und Nationalparkeintritte sind teuer, insbesondere in der Saison. Nationalparks sind teilweise erheblich guenstiger nach dem 15. April. Fuer Torres del Paine legt man locker 30Dollar hin. Fuer die Ganztagestour zu den Koenigspinguinen zahlte ich 90 Dollar, fuer „nur“ die Magellanpinguine waeren auch noch 45 Dollar zu zahlen gewesen. In diesem Preisnniveau scheinen die meisten Touren zu liegen. Fuer eine weitere Tagestour im Norden in einen Nationalpark habe ich 73 Dollar ausgegeben.

    Meine Kosten pro Tag: ca. 23 US$, auch hier wieder viel bei Freunden gewohnt und selber gekocht. Das macht doch viel aus.

    Fazit: Ja es ist teuer aber insbesondere wegen der grandiosen Landschaften und netten Menschen kann ich einen Besuch sehr empfehlen. Hat man das Bild von Indigenen Kulturen Suedamerikas im Kopf, wird man enttaeuscht, denn Chile ist eher europaeisch und hat seine alten Traditionen verloren, aber der Fokus sollte auch eher auf der Natur liegen, wenn man Chile besucht. Praedikat: empfehlenswert!

    Peru
    Aufenthaltsdauer: 51 Tage

    Unbedingt anschauen:

    • Huaraz und Umgebung – unglaubliche Berge, sehr gute Infrastruktur um vieles auf eigene Faust zu erkunden
    • Chachapoyas – etwas abseits vom Gringo Trail, kann Chachapoyas und Umgebung mit unglaublich viel Kultur und grandiosen Landschaften aufwarten. Die wenigen Touristen, die sich dorthin verlaufen, erleben eine wunderbare, gemuetliche Kleinstadt und koennen Ausfluege zu den Ruinen Kuelab, den Sarkophagen in den Felswaenden und dem dritthoechsten Wasserfall bei Gocta allein oder als Tour unternehmen. Die Menschen sind freundlich zurueckhaltend.
    • Macchu Pichu – ja auch hier wieder ein Klassiker, aber auch rund um Cusco selbst kann man viel entdecken, manches sogar zum kleinen Preis

    Kann man vernachlaessigen: von all den vielen wunderbaren Dingen muss der Halt Tumbes nicht unbedingt sein. Tumbes selber ist nett aber nix besonderes und die Anfahrt zu den Mangrovenwaeldern ist nicht die einfachste, wenn man nicht direkt eine der Touri-Touren machen will, bei denen man nicht sehr nah in die Mangroven selbst faehrt.

    Essen: Peru bietet das wohl beste und abwechslungsreichste Essen Suedamerikas an. Es wird gut gewuerzt und viele frische Kraeuter verwendet. Bei den Menues gibts immer Suppe und ein frischer Saft ist auch oft dabei. Viele Kartoffelgerichte stehen auf dem Menueplan, was mir natuerlich gut gefaellt. Auch kann man sich viel an Strassenstaenden satt essen. Mein Favorit: gefuellte Backkartoffel. Auch die Spiesse aus Rinderherzen sind eine Spezialitaet.

    Preisniveau: gut und guenstig

    • Nahrung: Mittagsmenue zum vollstopfen ab 1,30 Dollar. Fuer 3 Dollar hat man das super Luxus hochqualitative vollwertige Mahl, sehr lecker. Die gefuellte Kartoffel gibts fuer unter einem Dollar. Der Spiess ebenso. Eine Scheibe Ananas oder eine Sprite in der Glasflasche am Stand gibts fuer schlappe 35 cents.
    • Unterkunft: Dormbett zwischen 5 und 9 Dollar in meist sehr guten Unterkuenften. Oft ist Fruehstueck dabei. Auf dem Land gehts auch mal fuer 3,50 Dollar.
    • Transport: hier haengt es stark von der Buslinie ab. Es gibt unterschiedliche Qualitaeten, die sich nicht nur in dem Zustand des Busses aeussern, sondern insbesondere auch bei der Sicherheit (werden weitere Passagiere unterwegs aufgesammelt oder nicht, was sind die Kriterien fuer die Fahrer) und dem Bespassungsprogramm (hier ist insbesondere das Essen zu erwaehnen). Des weiteren haengt der Preis stark davon ab, ob man einen bequemen 1. Klasse Sitz, der sich fast zu einem Bett herunterstellen laesst, oder einen klassischen 2. Klasse Sitz waehlt. Bei langen Fahrten sind die ersteren in den besseren Bussen zu empfehlen. Von Lima nach Cusco kommt man so z.B. fuer ca. 50 Dollar in der ersten Klasse. Arequipa nach Nazca ueber Nacht kostete 23. Manchmal bekommt man auch Spezialangebote. Immer nachfragen.
    • Aktivitaeten: Hier kommt es ganz drauf an, aber meistens ist es sehr erschwinglich eine Tour zu machen. Tagestouren z.B. rund um Chachapoyas gibts fuer unter 10 Dollar. Und der Guide dabei ist sehr gut. Die Bootstouren zu den Vogelfelsen vor Paracas sind mit ca. 12 Dollarn auch erschwinglich. Allein durch die hohen Eintrittskosten sind Touren zum Macchu Pichu natuerlich etwas teurer, lassen sich aber ab ca. 100 Dollar finden (all inklusive). Viel billiger kommt man bei alleiniger Organisation auch nicht weg, man braucht nur eben etwas mehr Zeit. In Huaraz gilt, dass der Preis die Qualitaet von Essen und Camping-Ausruestung bestimmt. Den klassischen Santa Cruz Trek kann man fuer zwischen 130 und 300 Dollarn finden. Man kann ihn aber auch ganz allein machen und nur ca. 50 zahlen, wenn man sein eigenes Zelt hat. Sonst kommt das eben noch drauf. Man kann uebrigens viele weitere Touren auch allein machen, wenn man etwas Zeit mitbringt. Z.B. den Colca Canyon bei Arequipa, der nun wirklich keinen Guide und organisierten Transport erfordert.

    Meine Kosten pro Tag: ca. 23 US$ – und hier ist schon das teure Macchu Pichu inkludiert, bei ich mir ja sowohl die Zugfahrt als auch den Weiterflug nach Trujillo geleistet habe. Aber das eigentstaendige Wandern mit eigenem Zelt und hin und wieder selber kochen reduziert die Kosten enorm.

    Fazit: Praedikat: sehr empfehlenswert da sehr abwechslungsreich. Ein Land mit unglaublicher Vielfalt. Man kann sich intensiv auf die Spuren der indigenen Vergangenheit begeben, die man ueberall im Land antrifft, oder wunderschoene Wanderungen in herrlicher Natur von Sowohl Bergen als auch Dschungel, Strand, Wueste, Steppe und und und machen, allein oder als Tour. Die Infrastruktur hierzu ist hervorragend. Das Essen ist grandios, es ist nicht teuer und hat alles.

    Bolivien
    Aufenthaltsdauer: 41 Tage

    Unbedingt anschauen:

    • Nationalpark Torotoro – der Park der Dinosaurier, wo man deren Spuren eindrucksvoll im Sand verfolgen kann. Und das ganze liegt landschaftlich wunderbar bis einzigartig. Auch die Art, wie die lokale Bevoelkerung versucht, den Tourismus dort nachhaltig zu gestalten und das Geld der Gemeinschaft zukommen zu lassen, ist sehr beeindruckend.
    • Salar de Uyuni – ja es ist ein Klassiker, aber einer, der sich lohnt.
    • Sorata – ein Dorf am Fusse der Anden, gemuetlich gelegen, wunderbare Landschaft, enorm entspannt.

    Kann man vernachlaessigen: Cochabamba als Ort hat mir von der ersten Minute an nicht zugesagt. Und mein Bauchgefuehl hat mich da ja nicht betrogen.

    Essen: Viel und nahrhaft. Gute Suppen sowie sehr reichhaltige Hauptgerichte aus Reis und Fleisch in wuerzigen Sossen. Viele speziell bolivianische Kreationen. Ein Klassiker unter den Suppen ist die Erdnuss-Suppe. Man schmeckt relativ wenig Erdnuss, aber sie fuellt den Magen unglaublich. Ansonsten werden einem die tropischen Fruechte nur so hinterhergeworfen. Da muss man einfach zugreifen. Zum Fruehstueck gibts die Spezialitaet Api (heisser Saft aus weissem Mais gemischt mit heissem Saft aus rotem Mais) mit etwas frittiertem. Allein der Api macht satt.

    Preisniveau: sehr guenstig

    • Nahrung: Auch hier kann man gut und billig essen. So ein Mittagsmahl gibts locker fuer weniger als 1,50 Dollar. Fruehstueck mit Kaffe und Brot fuer 1 Dollar. Api gibts fuer etwa 50 cent. Gemuese auf dem Markt ist super guenstig. Im Supermarkt wirds dafuer etwas teurer. Kochen lohnt also nicht wirklich.
    • Unterkunft: Dormbett zwischen 2 und 3 Dollar. In den nicht ganz so grossen Orten gibts fuer den Preis schon ein Einzelzimmer, wobei man hier hart verhandeln muss. Sonst zahlt man fuer ein gutes Einzelzimmer eher so um die 7-8 Dollar.
    • Transport: Kost nix. Naja, fast nix. Lange Strecken kosten zwischen 5 und maximal 12 Dollar. Alles ist verhandelbar. Selbst von La Paz nach Cusco in Peru habe ich nur 17 Dollar bezahlt. Also alles sehr guenstig. Aber dafuer faehrt ja auch manchmal einfach nix, weil irgendwo gestreikt wird. Da sind dann Strassensperrungen an der Tagesordnung. Auch die Busse sind nicht immer im allerbesten Zustand. Man kann zum Beispiel nicht erwarten, dass bei 10 Stunden Fahrt auch eine Toilette im Bus ist. Und Pinkelpausen sind nicht wirklich vorgesehen…
    • Aktivitaeten: im Vergleich zu anderen Laendern sehr sehr guenstig. Dafuer macht man dann eben so Sachen wie krasse Bergbesteigungen mit Eis oben als 2 Tages voll inklusiv Programm fuer ca. 110 Dollar, nur ums mal auszuprobieren. Und die Salzwueste kann man fuer zwischen 65 Dollar (sehr sehr harte Verhandlung fuer den 3 Tages Trip, nur in Uyuni selbst zu finden, mit den Nachteilen, die so ein niedriger Preis bringen – schlechtere Unterkunft, kein englischsprachiger Fuehrer) und 190 Dollar (Preis ab Tupiza, also ein Tag laenger, aber sehr gute Unterkuenfte und sehr sicher, guter Fahrer) erkunden. Hier muss man selbst entscheiden, bis wohin man gehen will.

    Meine Kosten pro Tag: ca. 20 US$

    Fazit: Ein wirklich vielfaeltiges Land, das durch seine indigenen Wurzeln besticht. Hier ist das alte Suedamerika immer praesent. Aber auch die unterschiedlichen Landschaften beeindrucken. Es ist etwas schwerer, Kontakt zu den Menschen herzustellen, alte Vorurteile gegenueber „Spaniern“ und „Gringos“ sind dazu zu stark. Und auch muss man beim Reisen darauf bedacht sein, dass nicht immer alles nach Plan laeuft. Streiks und Strassensperrungen sind an der Tagesordnung. Aber wer Zeit hat und flexibel ist, kann viel erleben. Praedikat: sehr empfehlenswert!

    Venezuela
    Aufenthaltsdauer: 16 Tage

    Unbedingt anschauen:

    • Merida – die Stadt in den Bergen. Ausgangspunkt fuer viele Touren und im Moment der Ort (von den wenigen, die ich besucht habe) mit der besten funktionierenden Infrastruktur
    • Caracas – ja ich weiss, alle sagen, es sei gefaehrlich. Aber es ist eine wirklich schoene Stadt, die viel zu bieten hat. Ein Besuch des Bolivar-Museums und eine Fahrt mit der Seilbahn sei wirklich jedem ans Herz gelegt.
    • Roraima – eine unglaubliche Landschaft aus Tafelbergen, durch die man wandern kann inkl. Besteigung eines Tafelbergs. Ich habs zwar nicht gemacht, aber die Bilder… und andere Reisende sagten, es sei sogar spektakulaerer als die Angel Falls. Na wenn das nix ist. Steht auf jeden Fall auf der Liste fuers naechste Mal.

    Kann man vernachlaessigen: Ich habe ja im Allgemeinen recht wenig gesehen. Von dem was ich sah, wuerde ich sagen Valencia als Stadt selbst hat nicht die grosse Anzahl an Sehenswuerdigkeiten und waere sehr unspektakulaer, wenn man dort keine Freunde haette.

    Essen: Viel Strassenfood: Chachapas (Pfannkuchen aus suessem Mais mit Kaese drin), Arepas (salzige Pfannkuchen), Empanadas (mit allerlei Zeugs gefuellte Teigtaschen) – alles sehr lecker und guenstig. Und dann natuerlich die ganzen Fische frisch aus dem Meer. Als Nachtisch gibts da noch Chicha (in Zentralamerika nennt man das Horchata – wie fluessiger Milchreis mit Zimt und Zucker, eisgekuehlt zum Trinken). Ein Traum bei der Hitze.

    Preisniveau: super guenstig. Mehr kann man dazu nicht sagen.

    • Nahrung: Das ausreichende Strassenfood als auch mal ein vollen Mittagessen in kleinen Restaurants gibts jeweils fuer etwa 100 Bolivares (ca. 1 Dollar). Nen frisch gepressten Orangensaft oder eine Chicha gibts fuer 20 bis 50 cents, je nach Groesse. mehr findet ihr im Artikel zu Venezuela.
    • Unterkunft: Habe ja viel bei Freunden genaechtigt. Dormbett in Merida habe ich fuer 200 gefunden. Wenn das Einzelzimmer allerdings 250 kostet… In nicht ganz so touristischen Orten, oder besser touristischen Orten in denen die Infrastruktur weggebrochen ist, kostet ein Einzelzimmer eher zwischen 5 und 8 Dollar. Da kann man dann aber sogar einen Pool fuer bekommen.
    • Transport: wenn er denn faehrt, ist er guenstig. Gerade kurze Strecken kosten einen Hauch – 6 Bolivares (ca 6 cent) mit dem Bus, 15 Bolivares mit dem Collectivo. Lange strecken sind ab 4 Dollar zu bekommen fuer 9 Stunden fahrt. Habe maximal 6 bezahlt. Etwas teurer sind Collectivos (also die Privatautos mit max. 5 Passagieren) auf der Langstrecke. Da koennen 6 Stunden mal eben 300 Bolivares (3 Dollar) kosten.
    • Aktivitaeten: Hier lassen sich die Venezolaner gut bezahlen. Mit Benzinknappheit, so und so viele Menschen muessen helfen, der Guide bla bla etc. argumentieren sie einen Preis, fuer den man sonst allein zwei Wochen gut leben kann. Fuer die 2 Tages Tour zu den Catatumbo Blitzen habe ich 65 Dollar bezahlt. Meine Recherchen fuer die Angel Wasserfaelle ergaben, dass die eigentlich nicht unter 300 Dollarn zu besuchen sind. Vor Ort laesst sich da sicher noch etwas machen, aber nicht viel, wie ich von anderen Reisenden erfahren habe.

    Meine Kosten pro Tag: ca. 10 US$ (900 Bolivares). Also wuerde man keine teuren Touren machen, kaem man auch mit weniger als 7 Dollar am Tag hin.

    Fazit: Praedikat: Empfehlenswert. Ein unentdecktes bzw. vernachlaessigtes landschaftliches Juwel, das leider infrastrukturtechnisch das Reisen manchmal etwas komplizierter machen kann, dies aber durch Authentizitaet und freundliche Menschen alles wieder wettmacht.

    Uruguay
    Aufenthaltsdauer: 2,5 Tage

    Unbedingt anschauen:

    • Colonia del Sacramento – gut, ich war nur da, aber es war sehr gemuetlich und schoen

    Kann man vernachlaessigen: keine Angabe
    Essen: Habe nur selber gekocht, auch aus Preisgruenden. Ist kein sehr billiges Land.

    Preisniveau: Es scheint sich preislich eher an Brasilien zu orientieren denn an Argentinien.

    • Nahrung: Lebensmittelkosten auf Deutschland Niveau.
    • Unterkunft: Dormbett hat mich 14 Dollar gekostet. Aber es war sehr sehr gut.
    • Transport: Zu Bussen kann ich keine Aussage treffen. Aber die Faehre von und nach Buenos Aires sollte man unbedingt mit etwas Abstand im Voraus online buchen. Denn wenn man sich nie auf Daten festlegen will, muss man eben direkt am Terminal in Uruguay kaufen und das kostet statt der 25 Dollar fuer die Hinfahrt dann eben 39 fuer die Rueckreise.
    • Aktivitaeten: keine Angabe

    Meine Kosten pro Tag: ca. 33 US$, und hier ist auch schon die Faehre drin.

    Fazit: hier kann ich leider keine Aussage treffen. Colonia del Sacramento aber hat sich gelohnt. Praedikat: keine Angabe.

    Canada
    Aufenthaltsdauer: 13 Tage

    Unbedingt anschauen:
    naja, viel hab ich nicht gesehen, und darum gings auch gar nicht bei diesem Besuch, aber:

    • Victoria auf Vancouver Island, eine gemuetliche Kleinstadt in wunderschoener Lage. Allein die Ueberfahrt ist es wert.
    • Das Aquarium in Toronto. Ja, wahnsinnig teuer der Eintritt, aber Meeresgetier, dass ich so bisher noch nicht gesehen habe und viele viele Dinge, die man lernt.

    Kann man vernachlaessigen: keine Angabe

    Essen: Das ist das schoene in Kanada. Es gibt alles, was man sich vorstellen kann. So ist es nun einmal in einem Land der Immigration. Und alles wunderbar konzentriert auf einem kleinen Raum. Einmal durch China-Town und man hat die ganze Welt auf dem Tisch. Ich liebe Vietnamesisch, Chinesisch, koreanisch… und sogar ein sehr gutes deutsches Restaurant habe ich besucht.

    Preisniveau: naja, Kanada ist nun insbesondere im Vergleich zu Mittel- und Suedamerika sehr teuer, aber das war nicht anders zu erwarten.

    • Nahrung: gerade die asiatischen Gerichte gibts zwischen 6 und 10 kanadischen Dollar. Fruehstueck, also Bratkartoffeln, Ei, Speck und Kaffee soviel man will, teilweise ab 4 Dollar, aber dafuer muss man suchen. Essen mit viel Fleisch kostet eher an die 20 Dollar.
    • Unterkunft: Dormbetten habe ich fuer 24 bis 28 kan. Dollarn gefunden. Ein Doppelzimmer gabs fuer 56.
    • Transport: Das kommt darauf an. Mit viel Vorlaufzeit habe ich den Megabus zwischen Whitby und Montreal gebucht und dafuer nur 15 Dollar bezahlt. Ein Schaeppchen. Zug waer wohl mindestens 4 mal so teuer gewesen. Fuer die Faehren zu den Vancouver Islands zahlt man je nach Insel zwischen 16 und 20 Dollarn. Das summiert sich also ganz schoen.
    • Aktivitaeten: Kann ich leider nichts zu sagen.

    Meine Kosten pro Tag: ca. 40 Canada $ (ca. 28Euro), aber nur, weil ich die Haelfte der Zeit Unterkunft umsonst bekommen habe. Sonst waers richtig teuer gewesen.

    Fazit: Praedikat: Empfehlenswert. Grandiose Natur, auch im Herbst. Abwechslungsreiche Architektur in den Staedten und alles, was man sich kulinarisch vorstellen kann.